Pia Guggenbühl
Ortspartei Küsnacht
14.05.2021

Sieben Gründe für sieben Mitglieder im Gemeinderat

Die FDP Küsnacht bittet Sie, an der Urnenabstimmung vom 13. Juni die Vorlage: «Teilrevision der Gemeindeordnung/Reduktion des Gemeinderats von 9 auf 7 Mitglieder» mit einem Ja zu unterstützen.

Dafür gibt es mindestens sieben gute Gründe:

1. Sieben Gemeinderatsmitglieder ermöglichen effizientes Arbeiten.
Gremien mit neun oder mehr Mitgliedern sind schwerfällig. Jeder/jede, welche sich aktiv in einem Unternehmen, einer Partei oder einem Verein engagiert, weiss, dass in grossen Gremien die Entscheidungsfindung erschwert ist. Ein schlankes Gremium steigert die Attraktivität des Milizamtes Gemeinderat.
 
2. Nur 4% aller Städte und Gemeinden im Kanton Zürich haben neun Mitglieder im Gemeinde- bzw. Stadtrat.
Von den 29 Städten und Gemeinden mit über 10’000 Einwohnenden, zu denen Küsnacht mit knapp 15’000 Einwohnenden ebenfalls zählt, haben nur gerade deren sieben noch neun Mitglieder im Gemeinde- bzw. Stadtrat. Die Gemeinderäte unserer Nachbargemeinden Zollikon, Zumikon, Erlenbach, Herrliberg und Maur sind alle mit sieben Mitgliedern besetzt.
 
3. Die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte sollen sich stark in die Strategiearbeit einbringen.
Küsnacht ist in den letzten 20 Jahren um 20% gewachsen. Dafür benötigen wir angepasste und optimale Strukturen für unsere Gemeindeorganisation. Die Gemeinderäte sollen sich mehrheitlich um politische und strategische Themen kümmern und die operativen Geschäfte der Verwaltung überlassen. Diese Art der Zusammenarbeit zwischen Milizbehörde und Verwaltung macht uns zukunftsfähig.
 
4. Die politische Vielfalt ist weiterhin gewährleistet.
Die Garanten der Meinungsvielfalt in politischen Gremien sind die Anzahl der Wählerinnen und Wähler sowie die Bereitschaft einzelner, sich für ein politisches Amt zur Verfügung zu stellen. Die Grösse des Gemeinderates ist für die gelebte Meinungs-vielfalt nicht ausschlaggebend. Nebst dem Gemeinderat werden an der Urne auch die Mitglieder der Schulpflege, der Sozialkommission, der Rechnungsprüfungskommission und der Bürgerrechts-kommission gewählt. Jede volljährige Schweizerin und jeder volljährige Schweizer mit Wohnsitz in Küsnacht kann sich um einen Sitz in einer dieser Kommissionen bewerben. So ist in Küsnacht die politische Vielfalt gesichert.
 
5. Fähige Kandidatinnen und Kandidaten sichern die Meinungsvielfalt.
Statt eine moderne Organisation zu verhindern, sollten sich alle mit fähigen Kandidatinnen und Kandidaten an den Wahlen beteiligen. Eine vermeintliche Parteienvielfalt künstlich durch einen unnötig grossen Gemeinderat am Leben zu erhalten, ist nicht zielführend. Bei den letzten Gesamterneuerungswahlen 2018 haben etwa die links-grünen Parteien ganze zwei bzw. gar keinen Kandidaten für die verschiedenen Behörden portiert, während immerhin vier parteilose Personen gewählt wurden.
 
6. In einem Gemeinderat mit sieben Mitgliedern sind die wichtigen Standpunkte weiterhin vertreten.
Jede Partei, Gruppe oder Person mit ca. 15%-Wähleranteil hat rechnerisch eine Chance auf einen Sitz im Gemeinderat. Dies zeigt, dass kleinere Parteien/Gruppierungen weiterhin die Möglichkeit haben, ihre Meinung in diesem Gremium zu vertreten.
 
7. Küsnacht braucht eine effiziente Verwaltungsstruktur.
Eine effiziente, auf den Gemeinderat abgestimmte Verwaltungsstruktur ist im Interesse aller. So wird unser Steuergeld optimal eingesetzt, und unsere Gemeinde ist für die Zukunft bestens aufgestellt. Die Herausforderungen von morgen lösen wir nicht mit den Strukturen von gestern.